Antike Baumaterialien des 15. - 19. Jahrhunderts
München - London - Beijing

Antike Kachelöfen

Auch hier gilt wieder, wie bei den Kaminmasken die Aussage, daß die Feuerstelle der dominanteste Platz im Raum ist. Alles andere sollte bei der Ausstattung den antiken Kachelöfen angepaßt werden. Sicherlich hat man die Gestaltung eines Raumes etwas leichter mit einem schlichten weißen zylinderförmigen Kachelofen aus der Biedermeierzeit, als mit einem puttenverzierten Renaissanceofen. Egal welche Fortschrittte unsere Heiztechnik aber noch macht, die Strahlungswärme antiker Kachelöfen muß man erfühlen, erst dann erkennt man den Unterschied zu den herkömmlichen Heizquellen. Die antiken Kachelöfen geben Wärmestrahlen ab, die die umgebende Luft durchdringen, ohne sie zu erwärmen, um erst dort wirksam zu werden, wo sie auf feste Körper auftreffen. Das ist ein Naturgesetz und nur die Kachelöfen schaffen dieses lebensnotwendige Strahlungsklima. Er kommt damit dem Strahlungseffekt der Sonne am nächsten.

Kachelöfen als Kunstwerke sind eigentlich eine Schöpfung des deutschsprachigen Kulturraumes. Wie die spanische und italienische Majolika eine Sonderleistung südeuropäischer Töfper darstellt, so kann man die kunstvoll gestalteten Kachelöfen als eine Erfindung der Töpfer in der Schweiz, Österreich und Deutschland sehen. Von dort gelangten sie nach Osten, Norden und Westen.

Seit dem 14.Jahrhundert bemühten sich Töpfer, auch Hafner genannt, diesem wichtigen Bestandteil des Wohnraumes immer wieder eine neue, dem Stilempfinden der Zeit entsprechende Form zu geben. Im Laufe der Entwicklung wurden die antike Kachelöfen abwechselnd mit einfarbig oder bunt glasierten Reliefs, mit plastischen Figuren und Malereien verziert. Auch im äußeren Aufbau folgten die antiken Kachelöfen häufig den Architekturformen seiner Zeit.

In den Gebirgsländern des Alpenraumes, von wo die Kachelöfen allem Anschein nach ihren Ausgang nahmen, wußte man den freundlichen Wärmespender von jeher besonders zu schätzen. Wie sehr man die Kachelöfen als lebenserhaltenden Mittelpunkt des Hauses empfand, welche durch den Schornstein oder Kamin mit guten und bösen Geistern in Verbindung standen, geht auch aus der Volkspoesie hervor. Wir denken da an Eduard Mörike und Peter Rosegger. Wie immer werden die antiken Kachelöfen von unseren Spezialisten auf Wunsch angezündet übergeben.

Sehen Sie hier einige Beispiele

Kachelöfen

Alle lieben das Schöne, wenige leisten es sich.

Georges B.Clemenceau