Alte Granitböden
Granit 16. - 19. Jahrhundert
Ursprung: Österreich, Tschechien, Polen, Deutschland
Abbaufähige Granitvorkommen gibt es auf der ganzen Welt, doch die meiste Verwendung fand dieser Stein in der "alten Welt": Europa. Obwohl bereits die Römer ihre Straßen und Plätze mit Stein belegt hatten, dauerte es Hunderte von Jahren bis jemand wieder den Vorteil dieser Bodenbeläge erkannte und begann, zumindest die Ausfallstraßen in den Städten zu befestigen.
Erst das mühevolle Vorwärtskommen durch den Schmutz und Morast der Städte und Schlosshöfe, überzeugte die jeweiligen Verantwortlichen von der Nützlichkeit dieser Bodenbeläge. Wie wir auf "alten Meistern" erkennen, wurden zuerst die Schlosshöfe mit großen Granitplatten ausgelegt. Man nannte sie sog. Gretplatten, abgeleitet vom lat. Gradus (der Schritt oder Stufe). Der Name Gretplatten ist bis heute erhalten geblieben. Manchmal gibt es sie in unregelmäßigen Verband, manchmal in Bahnen mit gleichen Breiten. Solange die Fahrzeuge auf den Straßen und Höfen mit Eisen beschlagen waren, mußte ein starkes Gestein den Boden bilden. Dies war der Granit.
Einen wahren Siegeszug feierte der Granit dann im 19. Jahrhundert, als sich fast alle europäischen Städte dazu entschlossen, die Straßen mit Granit zu pflastern. Ausschlaggebend war auch das Angebot der kleinen Granitwürfel in diversen Größen. Erst mit diesem Material konnte man dem leicht zum Rinnstein abfallenden Profil der Straße folgen. Mit Granitplatten wäre das nicht möglich gewesen.
Zustand: verlegefertig
Maße: 8 x 8 cm bis 100 x 200 cm
Gewicht: 100 - 250 kg/m²
Stärke: 5 - 20 cm
Sehen Sie hier einige Beispiele







